Ich mag ja Bäume und ich mag Herbst, also potenziert sich mein Mögen, wenn bei Bäumen im Herbst die Blätter bunt werden, trocknen und zu Boden fallen. Gestern war ich wandern, genau so wie ich es mir vorgenommen habe. Ich wollte auch fotografieren und hab meine Kamera eingepackt, nur mit einem Objektiv, weil ich sowieso fast nur mit diesem fotografiere und das Weitwinkel auch wirklich dem entspricht, was ich sehe und fotografieren will. Dieses Blog trägt seinen Namen nicht zu unrecht.
Ich bin direkt an der Wupper aufgewachsen, an den Ausläufern des Bergischen Landes und ich hab den kleinen Fluss in mein Herz geschlossen. Vor ein paar Wochen habe ich mit ein paar Freunden eine Kanutour gemacht, früh morgens, als es noch dunstig war und die Sonne gerade so über die hohen Hänge an den Wupperufern trat. Es war wunderschön.

Vorgestern abend entschied ich mich recht spontan zu einer Wanderung von Wupperhof nach Müngsten und zurück. Eine Strecke von etwa 22 Kilometern, immer an der Wupper entlang, die Hänge des Tals rauf und runter. Ich wollte die letzte Gelegenheit nutzen das Laub zu sehen, bevor es in den nächsten Tagen fallen wird, die nächste stürmische Nacht, oder ein kräftiger Regen die Bäume kahl werden lässt für ein paar trostlose Monate, bis es Frühling wird.
Gut, ich hab mich wieder ein bißchen übernommen. Heute schmerzt mir mein rechtes Bein. Mein Muskeln sind eigentlich alle ein wenig übersäuert. Aber ich glaube das liegt hauptsächlich an der grenzschwachsinnigen Kletteraktion, aus purem Trotz und der Unlust, den falsch gegangenen Weg wieder zurück zu gehen. Und von unten sah das auch alles nicht so steil aus…

Die Bäume, Farben, das Licht und das alles, das war schon fast unwirklich schön. Irgendwann bin ich gewandert, hab fotografiert, ganz verstrahlt im Augenblick und mir nichts mehr gedacht. Ein bißchen geben die Fotos das auch wieder, aber eben nur ein bißchen.

Ich glaube für meine Verhältnisse sind die Bilder verhältnismäßig kitschig und eigentlich fotografiere ich viel lieber in schwarz-weiß, aber das machte gestern einfach keinen Sinn.
Ich habe versucht meine schwarz-weiß Bilderserie mit den Bäumen (Hier und hier und hier), die leider ein wenig auf Eis liegt, in Farbe fort zu setzen. Ich will keine wirklichen Motive in klassischer Bildkomposition fotografieren, verfolge mehr einen impressionistischen Ansatz und versuche das Licht und die Farben wirken zu lassen. Ich weiß noch nicht, ob mir das gelungen ist. Ich glaube ein bißchen hatte ich auch immer das Album Go von Jonsi im Ohr, dass ich seit Wochen ständig höre…
Ich stelle die Fotos einfach mal hier hin. Und wenn es Kitsch ist, dann muss das auch mal sein.
(Ich möchte an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass keines dieser Fotos in irgendeiner Form HDR-bearbeitet ist. Das sah alles wirklich so aus!)

Ich habe die Bilder hier wieder reduziert und dafür eine kleine Galerie auf meiner www.marc-weber.com -Seite aufgemacht. Hier gehts weiter…

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One Response to Kitschige Herbstfotografie

  1. Peter sagt:

    klasse ich bekomm vom herbst auch nie genug :)

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