Okay, ganz direkt habe ich dann nicht wieder geblogt, aber das Konzept für meinen Dokumentarfilm steht zumindest als erster siebenseitiger Entwurf, der noch mit Informationen und Medien angereichert wird, für die ich aber auf andere angewiesen bin.

Da ich in diesem Posting sowieso schreiben wollte, um was es bei dem Festival und meinem Film eigentlich geht, kopiere ich jetzt einfach mal das Exposé hier hin.

“Dokumentarfilm Ambientfestival

Das Kölner Ambientfestival „Zivilisation der Liebe“ findet jedes Jahr im Januar in der Kirche St. Aposteln statt. An vier Abenden treten Musiker und Bands aus den Bereichen der Ambientmusik und der Zeitgenössischen Klassik auf, während die Kirchenwände von Visual Artists bespielt werden.
Durch die unmittelbare Nähe des Publikums zu den auftretenden Künstlern, die Visuals bei ansonsten reduzierter Beleuchtung und die oft auf einzelne Klänge konzentrierte Musik, wobei das Kirchenschiff als Klangkörper genutzt wird, entsteht eine Atmosphäre, die ein Raum- und Sounderlebnis in den Vordergrund stellt, das kaum vergleichbar ist zu anderen Konzerten.

Drei Aspekte dieses Festivals sollen in der Dokumentation behandelt werden:

1. Einen großen Teil nehmen die Konzerte ein. Vor allem soll hier die oben beschriebene Atmosphäre im Vordergrund stehen. Auch die Darstellung des aussergewöhnlich heterogenen Publikums und dessen respektvoller Umgang während der Konzerte spielt hier eine wichtige Rolle.
2. Die Organisation von Veranstalter Dietmar Saxler und é de cologne wird schon während der Planungsphase bis nach den Konzerten dokumentiert, sowohl in Form einer begleitenden Kamera, als auch in Interviews. Diese thematisieren den Stand der Planungen, die Geschichte des Festivals, die Beweggründe es zu initiieren und auch die Art der Musik.
3. Die Künstler werden bei den Konzerten selbst zu sehen sein und, wenn es möglich ist, im Vorfeld bei Homerecordingsessions gefilmt und interviewt. Damit soll deutlich werden, wie Ambient und Zeitgenössische Klassik entsteht und wie unterschiedlich die Stile sein können. Es wird auch behandelt wie sich diese Musikart im Vergleich zu Klassik und Pop, als eine Art Verbindung zwischen U- und E-Musik entwickelt, auch in Hinsicht auf die neuen technischen Möglichkeiten.

Formal werden diese drei Handlungsebenen in nicht chronologischer Kollage-artiger Form miteinander verwoben, auch um die Struktur der Musikform Ambient filmisch zu spiegeln.
Dramaturgisch wird sich der Film in einer ruhigen Klimax zum Ende hin langsam zu den Höhepunkten der Konzertaufnahmen steigern. Die Bildsprache wird insgesamt reduziert auf ruhige, konzentrierte Einstellungen, mit wenigen Schnitten.
Der Zuschauer soll langsam, aber sogartig über die Organisatoren und Künstler in die Musik und die Konzerte hineingeführt werden.”

So weit so gut.

Morgen wird es hier einen kleinen Film geben, den ich bei der Dokomi-Messe für Manga und Cosplay aufgenommen habe.

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