Das Letzte, was ich hier tun werde ist, mich beim Fotografieren aus narzistischen Gründen filmen zu lassen. Wer also die Überschrift mißverstanden hat (wahrscheinlich niemand), den muss ich hier enttäuschen, oder beruhigen.
Je nachdem.

Ich stelle fest, dass ich beim Fotografieren, auch bei Jobs, immer öfter auf meine Weitwinkel zurück greife und schon die Normalbrennweite immer weniger zum Einsatz kommt. Das 85mm noch seltener. Ich werde immer weitwinkliger, denn ich mag Weitwinkelaufnahmen sowieso viel lieber als Tele und zur Dokumentation kommt es dem menschlichen Blickwinkel viel näher.

Ich betrachte gerne ein Bild länger, schaue mir Details an, möchte die Raumwirkung erfahren und da sind mir Ausschnitte auf denen man ausser dem Motiv nur Unschärfe sieht viel zu langweilig. Überhaupt: Wieviel mehr kann man an Spannungen und Beziehungen in Bildern zeigen, wenn sie mehr sind, als nur eine Dimension und dem Rest als ästhetische aber langweilige Unschärfe?

Natürlich mache ich bei Veranstaltungen auch Close-Ups der Speaker, aber selbst dann versuche ich irgendwie einen Bezug zum Vorder- oder Hintergrund herzustellen.
Gerade Konzertfotografien, die einen komplett isolierten Musiker, am besten noch vor schwarzem Hintergrund zeigen, geben mir wirklich gar nichts.

Vorgestern habe ich beim Advance-Founder-Leaks im Betahaus für das Mediencluster NRW fotografiert. Hier sind ein paar weitwinklige Aufnahmen davon. Eine Gallerie meiner Bilder gibt es auf der Facebookseite der Veranstaltung.

One Response to Fotografieren mit dem Wide Angle

  1. Marc vm sagt:

    Richtig so, fängt die Stimmung bei solchen Sachen auch deutlich besser ein. Ein paar Details mit Normalbrennweite zwischendurch gestreut und man hat prima lebendige Serien.

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