Vor ein paar Wochen postete ich hier ein Video, in dem Stephen Shore anlässlich seiner Ausstellung in Düsseldorf kurz über seine Art zu arbeiten redet. Für mich war das zu dem Zeitpunkt nur inhaltlich interessant, die Ausstellung selbst wollte ich mir nicht angucken, weil in dem Titel „Der rote Bulli. Stephen Shore und die Neue Düsseldorfer Fotografie.“ eben auch die neue Düsseldorfer Fotografie hingewiesen wird. Die Düsseldorfer Fotografie verbinde ich vor allem mit der Schule von Bernd und Hilla Becher und um es mal direkt zu sagen: Bernd und Hilla Becher öden mich an. Ich war also erstmal abgeschreckt.

Wenn es eine Erfahrung gibt, die ich immer wieder machen will, dann ist das die, dass Vorurteile etwas ganz blödes sind. Denn wenn man nicht mehr gewillt ist, diese Erfahrung zu machen, dann verpasst man sehr viel.

Ich hab mitlerweile zwei Interviews gelesen und so einige Bilder gesehen und bin so zu der Überzeugung gelangt, dass ich mir die Ausstellung, obwohl sie in Düsseldorf ist, unbedingt anschauen sollte. Die Interviews waren wirklich mehr als interessant, da Stephen Shore wirklich etwas zu sagen hat und das nicht nur über Fotografie. In die Fotografie von ihm, habe ich mich nach und nach verliebt. Die Bildsprache ist wunderschön, der Aufbau so exakt und spannungsvoll und die Farben so fanstastisch wie sie digital nur schwer zu reproduzieren sind

Wenn ich mir jetzt auch noch Videos über Stephen Shore angucke, dann werde ich ganz traurig, dass meine Fachkamera im Moment nicht zu gebrauchen ist.
(Hier mal ein Aufruf: Wenn jemand ein schön weitwinkliges Fachkameraobjektiv zu verschenken hat für eine Sinar, dann darf er sich gerne bei mir melden.)

Das NRW-Forum war so nett den kompletten Audio-Guide hier zur Verfügung zu stellen und ich kämpfe gerade mit mir, ob ich mir das jetzt schon anhören soll, oder mir das für meinen Besuch der Ausstellung aufspare.

 

2 Responses to Stephen Shore

  1. Tim sagt:

    Ich fand die Ausstellung sehenswert. Mein Tip ist den Audioguide vorher schon anzuhören. Denn am Rechner habe ich mehr Muße zuzuhören, als mir im Museum ein Handy ans Ohr zu halten. Ich finde es schön, mir schonmal ein paar Gedanken über die Bilder machen zu können, bevor ich sie dann in echt sehe. Ausserdem gibt es den Audioguide nur für einen Bruchteil der Bilder, es gibt also noch genügend „frisch“ zu entdecken, wenn man dann da ist.

  2. Marc sagt:

    Gäbe es ja auch als Download für den mp3-Player, aber ich glaube ich befolge deinen Rat, wenn ich die Zeit finde.

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